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15.01.2020 18:33

Gastvortrag

Regulatory Requirements for IPOs in the USA - Nadja Picard (PwC)

By: Marcus Bravidor

Gastvortrag von Nadja Picard (PwC) zum Thema "Capital Markets in the USA - Regulatory Requirements for IPOs" im Rahmen der Veranstaltung "Kapitalmarktorientierte Rechnungslegung" (Modul MW40: Digital Advanced Theories in Accounting & Control).

Am 14. Januar 2020 durften wir WP StB Nadja Picard, Lead Partner Capital Markets Germany & Europe sowie Lead Partner International IPO Centre von PwC, im Rahmen der Mastervorlesung "Kapitalmarktorientierte Rechnungslegung" (Modul MW40: Advanced Theories in Accounting & Control) zu einem Gastvortrag über Capital Markets in the USA – Regulatory Requirements for Initial Public Offerings (IPOs) begrüßen.

Börsengänge, auch als IPOs bezeichnet, sind eine Grundvoraussetzung für die Aufnahme von Eigenkapital am Kapitalmarkt und damit für eine unternehmerische Fremdfinanzierung. IPOs sind also ein Bestandteil des breiteren Feldes an Finanzierungsformen, das sich von der Ausgabe von Fremdkapital (z.B. Anleihen) bishin zu Unternehmensverkäufen (Mergers & Acquisions) spannt. Das Jahr 2019 war dabei besonders gegensätzlich. Mit Saudi Aramco gab es einerseits den größten Börsengang aller Zeiten, während andererseits die Aktivität in Deutschland mit gerade einmal drei IPO mit einem Volumen über 50 Mio. € auf ein historisches Tief stieß.

Frau Picard skizzierte den IPO-Prozess von der ersten Idee zur Börsennotierung (die zumeist von den Eigentümern stammt) bishin zu dem, was passiert, wenn der IPO erfolgreich war. Im Vordergrund standen dabei zunächst die an diesem Verfahren beteiligten Parteien (Emittent, Konsortialbanken, Abschlussprüfer, Aufsichtsbehörden) sowie deren zuweilen gegensätzliche Interessen. Aufgabe der Regulierung ist es daher, diese Zielkonflikte aufzulösen oder zumindest transparent zu machen. Frau Picard skizzierte vor diesem Hintergrund die Bedeutung des Wertpapierprospekts sowie dessen Prüfung durch Abschlussprüfer und Aufsichtsbehörden; insbesondere da die Inhalte in Europa und den USA zwar ähnlich, das Verfahren sowie Art und Umfang der Prüfung aber sehr unterschiedlich sind.

Im weiteren Verlauf des Vortrags ging es zudem um die Berichtspflichten, die sich zum Börsengang ergeben (Registration Statement) sowie den regelmäßigen Berichtspflichten im Nachgang (z.B. Annual Report). Frau Picard betonte dabei, dass insbesondere sog. Non-GAAP Measures, also Ergebnisgrößen, die nicht direkt den Rechenwerken entnommen sind (z.B. EBIT, EBITDA), sowie nichtfinanzielle Informationen (z.B. zu Mitarbeiter, CO2-Emissionen) aktuell von großer Bedeutung sind und künftig noch wichtiger werden. Ein spannendes und wichtiges Tätigkeitsfeld für (angehende) Wirtschaftsprüfer!

Ein herzliches Dankeschön an Nadja Picard für die interessanten Einblicke in einen der wichtigsten Bereiche der Unternehmensfinanzierung und in die Schnittstelle zwischen Corporate Finance und Financial Reporting! Wir freuen uns auf eine Fortsetzung!

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